Wirtschaftskrise, Klimawandel, Waldzerstörung - und die Hilflosigkeit der politischen Führer, angemessene Antworten auf die aktuellen und zukunftsbestimmenden Herausforderungen zu finden. Man könnte verzweifeln...
Johan Hari wirft einen Blick auf die Geschehnisse der letzten Wochen in den fernen amazonischen Regenwäldern und stellt die Verbindung zu den Fragen her, die uns in der industrialisierten Welt bewegen (sollten)... weiter
Eigentlich wissen es alle: die wirksamste Klimaschutzvorsorge ist die vermiedene CO2-Emission. Das Nächstliegende zu denken, zu fordern oder gar zu tun, wagt aber kaum einer. Nämlich die fossilen Brennstoffe dort zu lassen, wo sie seit Jahrmillionen zum Wohle der Ökosphäre, wie wir sie kennen, abgelagert sind.
Ecuador traut sich. Diese Woche hat das Land seinen Außenminister Fander Falconi nach Europa und auch Deutschland geschickt, um für diese so einfache Idee Werbung zu machen... weiter
Der Sojaanbau und -export sowie die direkte Fleischproduktion im Amazonasgebiet treiben die Regenwaldzerstörung voran. Ursache ist der hohe Fleischkonsum - das ist aufgeklärteren Mitmenschen längst bekannt. Jetzt haben Umweltschützer auch noch nachgewiesen, dass Fleisch aus dubiosen und höchstwahrscheinlich regenwaldzerstörenden Quellen bei den deutschen Discountern Aldi und Lidl im Kühlregal liegt, sowie dass BMW und Adidas Leder aus ebensolchen Quellen nutzen... weiter
So wie man in den 60-er Jahren die Tengstraße im Münchner Schwabing vom üppigen Baumbestand befreit und mit Querzurfahrtrichtung-Parkplätzen autogerechter hergerichtet hat, könnten Wirtschaftskrise und Klimawandel eine erneute Umwandlung zur Folge haben. Die indische Umweltaktivistin Vandana Shiva fordert u.a. im öffentlichen Raum Gemüsegärten anstelle der derzeit noch üblichen Parkplätze... weiter
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat auf dem 'World Business Summit on Climate Change' in Kopenhagen der Weltwirtschaft vorgeworfen, zu wenig im Kampf gegen den Klimawandel zu unternehmen.
Bei einem "Weltwirtschaftsgipfel zum Klimawandel" sagte Ban in Kopenhagen: "Bisher hat nur ein kleiner Teil der Geschäftswelt und der Investoren den Klimawandel zu einer Top-Priorität erklärt." Zu viele würden "nur Däumchen drehen und darauf warten, dass andere handeln"... weiter
Ende April trafen sich in Anchorage, Alaska, knapp 400 Vertreter indigener Völker um ihren Standpunkt zum Klimawandel und zu den derzeit diskutierten Maßnahmen gegen den Klimawandel zu erörtern.
Nach 4 Tagen intensiver Besprechungen verabschiedeten sie im Konsens die Anchorage-Erklärung. Darin schreiben sie: 'Mutter Erde befindet sich nicht länger in einer Periode des Klimawandels, sondern in einer Klimakrise.' Sie fordern ein unverzügliches Ende der Zerstörung... weiter
Während manche noch kalkulieren, mit wieviel CO2-Groschen sie ihre Investitionen in Baumpflanz- oder auch Waldschutzprojekte in den Tropen profitabler rechnen können, droht der Klimawandel diese Geschäfte mit den Bäumen zur Milchmädchenrechnung werden zu lassen: Eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um 2,5 Grad Celsius würde Wälder zu Kohlendioxid-Quellen machen, wie eine in diesen Tagen veröffentlichte Studie für das Waldforum der UN befürchtet... weiter