
Viel schlimmer kann eine Woche nicht mehr anfangen: in Brasilien wurden zwei gegen illegale Waldzerstörung engagierte Umweltschützer ermordet aufgefunden und mehr oder weniger zeitgleich vom Parlament in Brasilia die Schwächung eines Gesetzes beschlossen, welches wenigstens auf dem Papier den brasilianischen Regenwald hätte schützen können... weiter
Was für eine Horrornachricht: In Brasilien ist die Abholzung des Amazonas- Regenwaldes im ersten Quartal um fast das Sechsfache auf insgesamt 593 Quadratkilometer gestiegen. Mehr als 80 Prozent der Rodungen entfielen auf den Bundesstaat Mato Grosso, der für seinen extensiven Soja-Anbau und die Rinderhaltung bekannt ist. Dabei hat sich Brasilien letztes Jahr noch gerühmt die Regenwaldzerstörung so allmählich im Griff zu haben und verkündet, die CO2-Emissionen um rund 40 Prozent sowie die Waldzerstörung um 80 Prozent zurückzufahren... weiter
Kredit an Landräuber verhindert
Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) hat nach Protesten von Nichtregierungsorganisationen einen Kredit über gut 13 Millionen Euro zur Unterstützung von Palmölanbau in Honduras gestrichen. Das Unternehmen des honduranischen Agrarunternehmers Facussé wird für die Eskalation eines Landkonfliktes in der Region Bajo Aguán verantwortlich gemacht - das war der DEG dann doch zu heiß... weiter
Anzeige nach Krediten an Regenwaldzerstörer
Die brasilianische Staatsanwaltschaft will zwei der größten Banken des Landes anzeigen. Sie hätten Kredite an Unternehmen vergeben, die die Abholzung des Regenwalds vorantreiben und Sklavenarbeiter halten.
von Sandra Weiss
03.04.2011, derstandard.at
Mangroven helfen beim Klimaschutz
Mangroven gehören zu den größten Kohlenstoffspeichern in den Tropen, wie jetzt im Fachblatt "Nature Geoscience" veröffentlicht wurde... weiter
Letzte Woche noch hat der Aktienkurs des österreichischen Anlagenbauers Andritz einen kleinen Sprung nach oben gemacht. Die Spekulanten belohnten die Zusage zu neuen Aufträgen in Lateinamerika. Eines der anstehenden Geschäfte wäre die Ausstattung des Staudamm-Projektes Belo Monte in Brasilien gewesen, gegen das seit Jahren vom Bau betroffene Indianer, Umweltschützer und Promis (siehe Sting oder Sigourney Weaver) protestieren... weiter
Der Mais gärt
Die Erzeugung von Energie aus Pflanzen verändert die Landwirtschaft. Das Mastvieh konkurriert mit Biogasanlagen um Getreide. Bauern produzieren, was vom Staat am stärksten gefördert wird. Doch das ist oft nicht nachhaltig für Mensch und Natur.
von Inga Rahmsdorf
13.11.2010, [www.sueddeutsche.de], Printausgabe
Lebensmittel, Investment, Biosprit - Die Gier nach fremdem Land
Banken, Investmentfonds, Industrieländer und Agrarkonzerne haben ein neues Betätigungsfeld entdeckt... weiter
Vor fünf Jahren schon hatten wir in unserem Newsletter über die Verurteilung von zwei Mördern der in Brasilien umgebrachten Nonne Dorothy Stang berichtet. Am 30 April ist nun endlich der letzte der fünf an der Tat beteiligten Männer als einer der Auftraggeber zu 30 Jahren Haft verurteilt worden.
Als letzter von fünf Angeklagten im Mordfall Dorothy Stang ist Regivaldo Pereira Galvão ‚Taradão’ am 30.4... weiter